Ein Mann arbeitete am Vormittag in einem leerstehenden Gebäude in der Dieterskircher Straße, als plötzlich eine Granate aus einer Zwischendecke rund zwei Meter hoch auf den Boden fiel.
Der Arbeiter reagierte richtig und alarmierte die Polizei. Kurz darauf rückte eine Streife zusammen mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst an.
Die Spezialisten identifizierten das etwa 25 Zentimeter lange und 6 Zentimeter dicke Artilleriegeschoss als eine britische Schrapnellgranate aus dem Ersten Weltkrieg. Der Zünder war bereits damals ausgelöst worden, sodass keine Gefahr mehr von dem Überbleibsel ausging.
Die Polizei sicherte den Fund transportgerecht und brachte ihn zum nahen Polizeirevier. Dort wurde die Granate bis zu einer fachgerechten Entsorgung aufbewahrt. Die Gefahr konnte um 11.15 Uhr beseitigt werden.
Die Polizei weist darauf hin, dass auch heute noch Kampfmittel aus den Weltkriegen gefunden werden. Korrosion und Alterungsprozesse machen diese zu unberechenbaren Gefahren, weshalb Spieler und Hobbygräber solche Funde nur Experten überlassen sollten.
Bei Verdacht auf Kampfmittelgrabungen empfiehlt die Polizei, umgehend die Behörden zu informieren. Kontaktmöglichkeiten des Ulmer Polizeipräsidiums sind über Telefon, E-Mail, Instagram und WhatsApp erreichbar.