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Schleuser mit bosnischen Migranten bei Kiefersfelden gestoppt

Bei einer Kontrolle an der A93 nahe Kiefersfelden nahm die Bundespolizei am 30. September einen 44-jährigen montenegrinischen Pkw-Fahrer vorläufig fest.

Der Mann war mit mehreren bosnischen Migranten unterwegs – auffällig war, dass mehr Personen im Fahrzeug waren als Sitzplätze vorhanden. Ein Kleinkind musste während der langen Fahrt auf dem Schoß seiner Mutter bleiben und konnte daher nicht angeschnallt werden.

Während der Fahrer seine vorläufige Aufenthaltserlaubnis sowie einen deutschen Führerschein vorzeigen konnte, hatten seine Begleiter keinerlei gültige Einreise- oder Aufenthaltspapiere für Deutschland.

Die Fahrt soll in Italien begonnen haben, und die Bundespolizei fand etwa 1.500 Euro Bargeld im Auto, deren Zweck noch untersucht wird. Die bosnischen Staatsangehörigen hatten bis April dieses Jahres legal in Deutschland gelebt, ihre Duldungen waren aber inzwischen abgelaufen – weshalb nun der Verdacht eines illegalen Einreiseversuchs besteht.

Die fünf Migranten wurden der zuständigen Ausländerbehörde übergeben, die über ihren weiteren Verbleib entscheiden wird. Der Fahrer aus Montenegro, der in Schleswig-Holstein gemeldet ist, darf nach Abschluss der Maßnahmen seine Reise nordwärts fortsetzen, wurde jedoch wegen Einschleusens von Ausländern unter gefährdenden Bedingungen angezeigt und muss mit einem Strafverfahren rechnen.

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