Am Mittwoch hat die Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz zwei Fernbusreisende festgesetzt. Ein 35-jähriger Ukrainer wurde im Bus auf der Route Mailand-Bialystok kontrolliert. Obwohl er einen Reisepass und einen deutschen Aufenthaltstitel vorzeigte, stellte sich heraus, dass die Aufenthaltserlaubnis bereits im März 2025 für ungültig erklärt worden war. Bei der Fahndungsüberprüfung entdeckten die Beamten zudem einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I wegen Trunkenheit im Verkehr gegen ihn.
Weil der Mann seine offenen Justizschulden von über 4.000 Euro nicht begleichen konnte, wurde er noch am Nachmittag in die Justizvollzugsanstalt Kempten eingeliefert, um eine Ersatzfreiheitsstrafe zu verbüßen.
Ein zweiter Mann aus Indien versuchte ebenso über Hörbranz einzureisen, bei ihm besteht der Verdacht auf Visaerschleichung. Weitere Details zu seiner Festnahme wurden im Bericht der Bundespolizeidirektion München nicht genannt.
Die Bundespolizeiinspektion Kempten verantwortet die Sicherheit auf rund 220 Kilometern Grenze zu Österreich und auf über 560 Streckenkilometern sowie 91 Bahnhöfen in der Region rund um Lindau, Weilheim, und Kempten. Die Kontrollen dienen dem Schutz vor grenzüberschreitender Kriminalität und unerlaubter Migration.