Am 1. Oktober bekam die Polizei in Gelsenkirchen gegen 15:25 Uhr einen Hinweis: Ein Mann hielt sich außen an der Trittstufe eines stehenden Zuges am Haltepunkt Gelsenkirchen-Buer Nord fest. Nach Aufforderung durch den Lokführer verließ der 32-jährige Deutsche zunächst den Zug, stellte sich dann aber direkt vor einen Zug im Gegengleis und verweigerte den Platzverweis der Polizei.
Die Einsatzkräfte fesselten den Mann, weil er nach ersten Anweisungen weiter provozierte. Aus Sorge um seine eigene Sicherheit und die der anderen brachten Bundespolizisten ihn zur Wache am Hauptbahnhof Gelsenkirchen. Dort beruhigte sich der Mann während der Fahrt, deshalb wurde auf eine Gewahrsamnahme verzichtet und er nach Belehrung entlassen.
Die Bundespolizei stellt ein Ermittlungsverfahren ein und mahnt eindringlich: Gleise und Bahnanlagen sind lebensgefährlich. Züge sind häufig erst spät hörbar und können nicht ausweichen. Neben der Bahn selbst drohen auch Gefahren durch stromführende Teile und Infrastruktur. Außerdem kann durch den Luftzug eines vorbeifahrenden Zuges Gegenstände an der Bahnsteigkante bewegen.
Die Bundespolizei rät, die Sicherheitslinie am Bahnsteig erst zu übertreten, wenn der Zug steht. Mehr Sicherheitsinfos gibt es online unter bundespolizei.de/sicher-im-alltag/sicher-auf-bahnanlagen.