In Henstedt-Ulzburg brach am Donnerstagabend ein Großfeuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aus. Gegen 22:25 Uhr alarmierten Anwohner und Vorbeifahrende die Feuerwehr, nachdem an dem Hof Feuer ausgebrochen war.
Zwei Menschen konnten aus dem brennenden Wohnhaus geborgen werden. Insgesamt gab es bei sechs Personen Anzeichen einer Rauchgasvergiftung. Vier Betroffene wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, zwei suchten eine Klinik eigenständig auf. Zwei Feuerwehrleute wurden vor Ort versorgt, konnten aber im Einsatz bleiben.
An das Wohnhaus grenzt eine Stallung, in der sich bis zu 100 Kälber aufhielten. Dort starben zahlreiche Tiere in den Flammen. Die Polizei arbeitet mit den zuständigen Behörden zusammen, um den Schaden zu bewerten und weitere Schritte abzustimmen.
Die Kriminalpolizei ermittelt aktuell. Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse, alle Möglichkeiten werden geprüft. Der Schaden wird auf über eine Million Euro geschätzt. Der Brandort ist beschlagnahmt.
Neben der Polizei waren zahlreiche Rettungs- und Hilfsorganisationen im Einsatz. Dazu zählen das Technische Hilfswerk der Ortsverbände aus Norderstedt, Segeberg und Hamburg Wandsbek, Feuerwehren aus Henstedt-Ulzburg und umliegenden Gemeinden, das Deutsche Rote Kreuz und das Malteser Hilfswerk sowie mehrere Rettungswagen und ein Notarzt.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Entstehung des Feuers oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich beim Kriminalpolizeisachgebiet 1 in Norderstedt zu melden. Kontaktmöglichkeiten: Telefon 040-528060 oder per E-Mail sg1.norderstedt.kpst@polizei.landsh.de.